Freitag, 12.10.2018

Bud thinning

Wir sind letztes Wochenende wirklich wieder bis Tauranga gefahren, um dort einen Job zu finden. Allerdings war das dann alles doch komplizierter als gedacht, weswegen wir spontan nochmal ein Stück weiter bis Te Kaha gefahren sind. Hier war eine  super Job-Angebot, dass alle unsere Bedingungen erfüllte und so sind wir am Sonntag hier angekommen, haben uns bei der Maori-Family (unseren Chefs) vorgestellt und ein paar Formalitäten geklärt, sodass wir Montag anfangen konnten: 

Wir waren 14 neue Mitglieder (natürlich alles Bagbacker von überall), die erstmal einen Drogentest machen mussten. Auch das war eine neue und interessante Erfahrung 🤔 Nachdem wir alle ,bestanden‘ hatten, haben wir eine Videoeinweisung bekommen und wurden mit allen Regeln und Abläufen vertraut gemacht.

Danach sind wir alle mit unseren Autos rüber zu den ,Kiwi-fruit-Orchards‘ (Plantagen) gefahren: 

Seit Montag hat eine neue Session in der Kiwi-fruit-Welt begonnen: Das ,bud thinning‘. Unsere tolle Aufgabe ist es also Kiwi-fruit-Knospen zu plücken 😎 

Und das ist noch verrückter als es sich anhört:

Wir laufen in 3er-Gruppen die Reihen auf den Plantagen ab und pflücken Knospen. Jede Gruppe besteht aus 2 Backpackern und einem ,local, (also einem Maori-Arbeiter), der das Tempo vorgibt und uns zwischendurch noch was erklärt/zeigt. Ich bin mit Joana in einer Gruppe und unser ,local’ ist Annie. Annie ist absolut einmalig: Sie ist total verrückt, nicht ganz die Hellste und ja den Rest könnt ihr euch denken.... Es ist zwischendurch etwas anstrengend, aber bald werden wir von unseren,locals’ getrennt und dann ist es bestimmt entspannter 😇

 

Während wir durch die ewig langen Reihen laufen, läuft immer Musik, meistens haben mehrer gleichzeitig ihre Musikboxen an und man wird von verschiedenen Seiten versorgt 🎉 Aber das ist trotzdem besser, als wenn Annie ihre Musik anmacht... Dann würden Joana und ich uns am liebsten Knospen in die Ohren stecken 🙉

 

Natürlich wird nicht einfach irgendwie irgendwas gepflückt, es gibt 100 Regeln, was gepflückt werden darf und was nicht:

Ich habe für euch die wichtigsten Regeln der bud-thinning-Wissenschaft zusammengefasst und hier als Bild mit hochgeladen 😛

 

Dieses liebevolle Abdrehen der Kiwi-fruit-Knospen machen wir jetzt also 8 Stunden am Tag, 6 Tage die Woche, für ingesamt wahrscheinlich 4 Wochen 🎉 Vorausgesetzt es regnet nicht...

Und bis alle orchards (Plantagen) dann mal fertig sind, dauert es ca 2 Monate🤔 

 

Es ist zwar unglaublich anstrengend für den Nacken, die Schultern und die Arme (nach jedem Tag ist Yoga und dehnen angesagt!!), aber es ist trotzdem (bis jetzt) gar nicht sooo schlimm, da alle Backpacker-Worker mega gut drauf sind und wir recht viel Spaß bei der Abeit haben. Die Pausen, wenn wir alle zusammen unter den Kiwi-fruit-Bäumchen sitzen, vergehen immer viel zu schnell 😊

 

Heute ist ein Regen-Tag, wir können also alle leeeeideeer nicht arbeiten und das tut uns allen doch schon ziemlich gut😇 

Alle Bagbacker-Arbeiter sind hier auf dem gleichen Campingplatz bei Paul untergebracht. Der coolste Campingplatz überhaupt: Wir sind direkt an der Küste und haben unseren eigenen Strand, Kajaks und einen Whirlpool direkt unten am Meer 😍 Bis jetzt haben wir davon leider nicht so viel gehabt weil wir entweder arbeiten waren oder es regnet aber wir werden das noch nutzen 🤗

 

Abends kocht erst jeder sein eigenes einfaches Abendessen und dann sitzen wir zusammen draußen und essen. Später spielen wir Karten oder Singen internationale Lieder, die jeder kennt, während uns Oskar auf der Giratte begleitet....  Eine wirklich nette Runde, die nur leider nie lange durch hält, weil um 6 Uhr wieder der Wecker klingelt 😣

 

PS: Ich versuche mal die nächsten Tage noch ein Video von meiner spannenden Aufgabe zu machen😊