Mittwoch, 20.03.2019

back in Omo

Nach letzem Wochenende bin ich froh, seit Montagnachmittag wieder gut bei Karin und Derek in Omokoroa angekommen zu sein. 

Joana und ich hatten uns das letzte gemeinsame Wochenende in NZ irgendwie anders vorgestellt, aber nach Freitag waren wir nicht mehr in der Stimmung feiern zu gehen oder überhaupt etwas größeres zu unternehmen. Am Sonntag waren wir nochmal in der Stadt, um Blumen an die Absperrungen zu legen und unsere Anteilnahme zu zeigen. Es war ziemlich ergreifend und hat uns beide mehr mitgenommen, als wir gedacht hätten. Trotzdem war es schön zu sehen, wie viele Menschen ebenfalls dort waren und wie viele Quadratmeter Blumen und Kerzen es mittlerweile insgesamt waren 🕯Überall lasen wir „Kia kaha Christchurch“, was maorisch ist und „Sei stark Christchurch“ bedeutet🙏 In ganz Neuseeland sitzt der Schock immer noch sehr tief! Auch hier auf der Nordinsel hängen noch alle Fahnen auf Halbmast und gestern bei Karins Yogaklasse haben wir eine Schweigemimute eingelegt. In den Nachrichten laufen immer noch fast ausschließlich News über Christchurch. Christchurch ist die Stadt, die am meisten durch das Erdbeben 2011 zerstört wurde und der man noch deutlich ansieht, dass sie sich keinesfalls davon erholt hat (zb stehen noch viele halb eingestürzte Gebäude oder Gebäude, die gestürzt werden damit sie nicht noch zusammen brechen, sowie viele leere Betonflächen, wo mal Häuser standen). Damals starben allein dort 185 Menschen und dieser Schmerz ist definitiv noch nicht geheilt gewesen. 

 

Und jetzt zu den positiven News:

Da Joana mich spontan nach Sydney begleitet, war es letztendlich nicht so schlimm, jetzt keinen besonderen Abschied gehabt zu haben. 

Ja, ich habe auf meinem Weg nach Hause noch 2 Stopps eingebaut😍 Wenn ich am 31.03. Neuseeland von Auckland aus verlasse, geht es zuerst nach Sydney (Joana kommt am gleichen Tag von Christchurch auch rüber geflogen) und dann haben wir dort nochmal 9 Tage zusammen🇦🇺 

Anschließend flige ich von dort alleine weiter nach Bali🇮🇩, wo ich mich mit Lisa für 9 Tage treffe. Lisa, ist eine meiner besten Freundinnen und ich freu mich schon sehr auf unser Wiedersehen❤️bevor ich dann am 19.4. endlich ganz nach Hause komme und auch alle anderen endlich wiedersehe😍

(PS: Ja, ich gebe mir Mühe, euch hier auch aus Sydney und Bali zu berichten.) 

 

Aber jetzt habe ich erstmal noch ein paar tolle Tage hier in Omo😊 Ich wollte eigentlich schon am Montag, direkt nach meiner Ankunft hier, mich gemeldet haben, aber ich kam einfach nicht dazu, mal länger an meinem Handy zu sein, um in Ruhe zu schreiben - was durchaus nicht schlecht ist. Die Zeit mit den beiden geht einfach mal wieder viel zu schnell um - irgendwie sind die Tage hier (gefühlt) viel schneller vorbei.... ⏳ Zusätzlich zu unseren „normalen Tagesbeschäftigungen“ (wie kochen, (ab)waschen, putzen, Gartenarbeit, Yoga, spazieren gehen, Spiele spielen, Sudoku lösen und abends Filme gucken) haben wir auch diese knappen 2 Wochen wieder viele Pläne und Termine😎 und wenn ich mal nicht gerade eine Teepause mit den beiden auf der Terasse sitzend verbringe, dann habe ich noch genug andere Dinge, um die ich mich vor meiner Abreise auch noch kümmern muss (zb meine Fotos sichern oder meine Steuern wieder zurück bekommen). Aber ich will mich wirklich nicht beschweren! Ich bin so gerne hier und ich helfe den beiden wo immer ich kann, da es vorallem Derek im Moment nicht so besonders gut geht. Ich glaube, wir genießen alle drei unsere Zeit zusammen sehr und ich bin wahnsinnig froh, dass ich nochmal hier hin geflogen gekommen bin😇

Ich gehe dann jetzt mal weiter mit Karin die Hecke schneiden, cheers 😊

Freitag, 15.03.2019

uns geht es gut!

Ich weiß nicht, ob oder wann die Nachrichten in Deutschland ankommen, daher will ich bescheid geben, bevor ihr euch Sorgen machen könnt:

Uns geht es gut!

Heute Mittag gab es ungefähr 2 Straßen von uns entfernt eine Schießerei in einer Moschee. Auch in einer zweiten Moschee etwas weiter entfernt wurde geschossen. Da nur ein Täter bis jetzt gefasst ist, sollen alle Menschen in den Häusern bleiben. Geschäfte und Schulen wurden geschlossen. Hier ist ein ganz komsiche Stimmung und alle warten auf mehr Informationen. Es ist noch nicht viel bekannt, alle Nachrichtensender sagen was anderes.... 

Joana und ich sind beide etwas geschockt, da wir noch die Straße entlang gefahren sind (bzw dort lang im Stau standen) bis wir viel Polizei mit Waffen und Krankenwagen gesehen haben. Auch als wir später ständig Sirenen und zahlreiche Zivilpolizeiautos gesehen haben, haben wir uns noch nicht viel Gedanken gemacht. Erst als wir in einem geschlossenen Schaufenster „breaking news - shooting in Christchurch“ gelesen haben, haben wir 1 und 1 zusammen gezählt. Gerade, in einem Video, habe ich das Auto wieder erkannt, welches ich auch auf der Straße gesehen hatte, wo ich noch zu Joana meinte, dass dort gerade eben ein Unfall passiert sein muss, da sich die Reifen noch drehten. Es war das Auto des ersten Täters. Wir müssen genau in der Zeit dort vorbei gefahren sein, wo die Polizei den Schützen in die Seite gefahren ist, um sein Auto vor dem Fahren zu hindern. Wenigstens dieser Mann ist verhaftet - er hatte in einem Video, welches er während der Schießerei machte erklärt, dass es ein terroristischer Angschlag sei. Über den Anschlag in der zweiten Moschee, sowie eine Schießerei vor dem Krankenhaus ist noch nicht viel bekannt. 

Wir sitzen jetzt solange hier in dem Café, bis wir keine Sirenen mehr hören und es Entwarnung für die Straßen gibt.

Von unserem Freunden hier in Christchurch haben wir auch schon gehört, dass es allen gut geht.

Ich wollte euch nur wissen lassen, dass uns nichts passiert ist und wir uns später heute nur noch zum Auto und aus der Stadt raus bewegen werden! 

Freitag, 15.03.2019

Banks Peninsula

Während es am Wochenende in Christchurch fast durchgehend geregnet hat, haben wir uns mit Anne und Jimmy (Freunde, die wir bei Kathy und Alex kennen gelernt hatten) zum Essen getroffen, waren im air force Museum und haben im Auto oder Café gesessen und gelesen 📚 In einer etwas längeren Regenpause haben wir es geschaffet, kurz durch die botanischen Gärten zu laufen🌵 

 

Nach diesem ziemlich nassen Wochenende, sind wir am Montag auf die Halbinsel vor Christchurch gefahren. Es war auch da erst ziemlich bewölkt, aber zumindest blieb es trocken... Wir haben eine kleine Küstenwanderung in Pigeon Bay gemacht (nur leider haben wir keine Wale oder Delfine gesehen) und haben anschließend dort übernachtet. 

Dienstag bis Donnerstag haben wir in Akaroa verbracht 🇫🇷 In diesem hübschen Städtchen sind die ersten Bewohner französische Siedler gewesen, weswegen Alles ziemlich französisch angehaucht ist: Die Straßen werden „Rue“ und nicht „Road“ genannt, es gibt eine französische Bäckerei (mit super Crêpes und dunklem Vollkornbrot😍), vor den Souvenirläden hängen kleine 🇫🇷-Flaggen und es gibt überall französischen Wein. Wir hatten die 3 Tage richtig schönes Sommerwetter und die Zeit ging schnell um: Wir sind durch die kleinen Einkaufsstraßen gebummelt, mussten natürlich die Bäckerei mehrfach testen und/oder haben in den Cafés an der Promenade etwas getrunken☕️ Wir sind bis zum Leuchtturm gelaufen und haben auch 2 andere Wanderwege erkundet. Allerdings haben wir die Wanderung am Mittwoch halb abgebrochen, da es für bergauf laufen einfach viel zu heiß war und stattdessen haben wir den Pool an unserem Campingplatz getestet😊 Wir hätten beide nicht gedacht, dass wir nochmal eine kurze Hose und Sonnencreme brauchen☀️ 

Seit heute sind wir wieder zurück in Christchurch. Jetzt haben Joana und ich nur noch dieses Wochenende zusammen - das ging alles so schnell😳 Gleich fahren wir das Auto ummelden: Joana übernimmt (zum Glück) mein Auto, da weiß sie was sie hat und ich hab keinen Stress mit dem Verkauf. Trotzdem ist es auch ein komisches Gefühl, mein treues „Zuhause auf Zeit“ abzugeben.... 🚙

 

 

 

PS: Woran merkt man in Neuseeland, dass bald Ostern kommt? Wenn überall Schokoladenosterkiwibirds in den Schaufenstern stehen. Ja, die guten goldenen Häschen von Lindt stehen hier (wenn überhaupt) nur in der 2. Reihe versteckt. 

Donnerstag, 07.03.2019

danke aber nein danke🥬

Und schon wieder hat sich alles geändert... Da ich nach einem Tag arbeiten vier Tage nicht arbeiten konnte, weil ich krank war und dann nach einem zweiten Arbeitstag gestern mich wieder total platt gefühlt hab, haben wir noch gestern Abend gekündigt🤧  Es macht einfach keinen Sinn, mehr Tage krank/mit Rückenschmerzen bei unserer Chefin zuhause zu sitzen als Tage, die wir arbeiten gehen können😳 und außerdem ist es viel zu schade so die letzte Zeit, die Joana und ich zusammen in Neuseeland haben, zu verbringen.

Mein zweiter Arbeitstag bestand am Vormittag wieder aus Salat ernten und am Nachmittag aus Salat verpacken im Packhouse. Auch nach diesen 10,5 Stunden waren Joana und ich körperlich total erschöpft. Gerade die Arbeit im Packhouse war sooooo eintönig und langweilig, dass die Zeit einfach nicht rum ging und wir ziemlich unmotiviert waren, da kein Ende in Sicht kam. Wir haben danach beide festgestellt, wie dankbar wir sind, dass wir nicht mit so einer Arbeit jahrelang unseren Lebensunterhalt verdienen müssen. 

Als wir unserer Chefin dann gestern Abend mitgeteilt haben, dass wir das nicht durchhalten und wieder bei ihr ausziehen werden, hat sie erstaunlich entspannt reagiert - woraufhin wir ziemlich erleichtert waren.

Wir hatten unseren freien Tag genutzt, um einmal alles zu waschen (Klamotten und alle Decken), sowie das Auto zu putzen😎

Jetzt sind wir startklar, um uns wieder auf den Weg nach Christchurch zu machen. Wir wissen noch nicht, womit genau wir unsere letzten 10 Tage verbringen, aber alles wird mehr Spaß machen, als weiter zu arbeiten. Daher packen wir jetzt auch noch den letzten Kram wieder ein, kochen uns etwas zu Essen für heute Abend vor und ziehen dann wieder ins Auto 😊

PS: An einem der Tage, die wir nicht in der Lage waren zu arbeiten, sind wir nach Christchurch gefahren und haben uns dort mit Feline und Lina getroffen. Die beiden haben wir auch in Te Kaha kennen gelernt und wir wollten uns unbedingt wieder sehen. Wir hatten uns ziemlich viel zu erzählen und so verging die Zeit echt schnell. Es war echt schön, die beiden nochmal hier zu sehen😇

Freitag, 01.03.2019

Salat, Zucchini & Brokkoli

Das wir uns erst ausführlich Christchurch und die Umgebung angucken, wie ich im letzten Eintrag geschrieben hab, hat dann doch nicht so geklappt: Am Mittwoch wollten wir mal zu verschiedenen Farmen/Firmen fahren, um schon mal einen Job klar zu machen, sodass wir nächsten Montag „direkt“ anfangen können. 

Das erste Unternehmen, wo wir hingefahren sind, war direkt begeistert: „LeaderBrand“ hat dringend nach neuen Mitarbeitern gesucht und unsere neue Chefin hat und uns fast angefleht direkt(!) am Donnerstag anzufangen. Sie hat uns also am Mittwoch schon alles erklärt, wir sind die Verträge durch gegangen und haben unsere Einführung bekommen, sodass wir am nächsten Morgen direkt anfangen konnten.... Das hat unsere Planung etwas durcheinander gebracht, aber wir haben uns dann am Mittwoch umgestellt: Wir haben uns für den Campingplatz entschieden, der am nächsten an unserer Arbeitsstelle ist (ohne Küche & ohne Dusche). Als am Donnerstagmorgen dann der Wecker um 5 Uhr klingelte, hatten wir beide keine Lust mehr auf den Job😅 Wir hatten die Nacht schlecht geschlafen, weil es ziemlich stürmisch war und das Auto viel gewackelt hat. Der Himmel war noch sternenklar und es war eiskalt (um die 6Grad). Aufstehen, anziehen und frühstücken im Dunklen (nur mit Kopftaschenlampe) war wirklich mehr als fies. Natürlich hatten wir keine Lust in der Kälte den Gaskocher, für heißen Tee, zu benutzen, also gab es nur kaltes Müsli - ein perfekter Start in den Tag. Selbst als wir um 6.45 Uhr auf der Plantage ankamen, war es noch fast dunkel und wir waren wenig motiviert den ganzen Tag draußen zu arbeiten💨  LeaderBrand baut Salat, Zucchini und Brokkoli an und unsere Aufgabe als „field assistant“ ist es, das Gemüse zu pflanzen bzw. zu ernten. Wir haben mit Salaternte angefangen: Ein großer Traktor mit Anhänger fährt im Schneckentempo über das Feld, an beiden Seiten des Anhängers sind „Fließband-Arme“ (Ich find kein Bild, also müssen meine Erklärungen reichen). 7 Leute laufen nebeneinander dem Traktor hinterher. Alle haben ihre eigene Salatreihe und schneiden mit einem Messer, beim Entlanglaufen, Salatköpfe ab. Diese werden dann mehr oder weniger liebevoll auf das Fließband geworfen und so in die Mitte des Anhängers transportiert. Auf dem Anhänger standen (zumindest an underem ersten Tag) Joana und ich (eigentlich wird das immer rotiert) und wir haben die Salatköpfe vom Band genommen und in Kisten gepackt, die dann im Anhänger gestapelt wurden. Unsere Aufgabe war eigentlich schon die vergleichsweise „Bessere“ und trotzdem haben wir nur gestöhnt! Wir mussten wahnsinnig schnell sein und konnten keine Sekunde Pause machen, da dann die ganze Kette nicht mehr funktioniert hätte. Unsere Rücken taten schon allein von dieser Arbeit wahnsinnig weh und der kalte Wind auf dem Feld hat uns selbst in der Sonne noch frieren gelasse❄️ Als wir endlich Mittagspause hatten, waren wir vollkommen erschöpft und haben vor Rückenschmerzen gejammert 👵🏼👵🏼

Nach der Mittagspause wurde rotiert und wir mussten Zucchinis ernten. Auch hier gab es einen Traktor mit 2 langen Armen, auf denen Kisten standen, in die wir die Zucchinis nach Größe ordnen mussten. Wieder sind 6 Leute hinter dem Trecker gelaufen und haben sich alle 30cm gebückt, um Zucchinis abzuschneiden. Ab da mussten Joana und ich dann auch auf dem Feld entlang laufen und in unseren Reihen Zucchinis ernten - natürlich auch das in Rekordzeit. Ich konnte gar nicht so schnell die richtige Box für die Größe der Zucchinis finden. Nach 15 Minuten haben Joana und ich angefangen spaßeshalber (?) Pläne zu schmieden, wie wir am besten  schnellstmöglich vom Feld verschwinden können. Ich hätte nicht gedacht, dass das soooooo anstrengend ist und das es möglich ist, solche Rückenschmerzen zu haben! Nach einer Stunde wurde mir zusätzlich auch noch bei jedem Bücken richtig schwindelig. Ich hatte den ganzen Tag viel zu wenig getrunken und hatte schon die Tage zuvor Halsschmerzen, zu denen im Verlauf dieses Tages noch meine Nase zu ging und ich mich immer mehr erkältet gefühlt hab. Durch das Bücken waren irgendwann meine ganzen Nebenhöhlen so zu und mein Kopf hat so gepocht, dass ich schließlich aufhören musste🤒 Da es mir nach einer Pause etwas besser ging, hab ich mir eine andere Aufgabe geben lassen: Zucchinis ordnen. Statt dass jeder seine geernteten Zucchini selber einordnet, habe ich das übernommen. Selbst das war noch anstrengend und mein Rücken hat sich weiter beschwert.... Wir haben uns die ganze Zeit gesagt, dass wir es ja gleich geschafft haben, aber wir waren dann doch bis 6.30 Uhr auf dem Feld beschäftigt. Das sind ganze 11 Stunden Arbeit plus 30 Minuten Mittagspause😰 Aber angeblich arbeiten wir nicht immer so lange, mal sehen. Auf jeden Fall habe ich ziemlich respekt vor den anderen Festangestellten, die das schon Monate bzw. Jahre lang machen und nicht nach einem Tag schon so jammern, wie ich. Wie halten die das durch????? 😳 Jedenfalls hat unsere Chefin mitbekommen, dass wir nach solchen langen Tagen im Auto auf einem freien Campingplatz schlafen würden und hatte so viel Mitleid mit uns, dass sie uns ein Zimmer bei ihr zuhause angeboten hat. Unendlich dankbar sind wir mit zu ihr gefahren und jetzt haben wir unser eigenes Zimmer mit einem richtigen Bett und einem Badezimmer mit heißer Dusche, sowie eine Küche, die wir uns mit ihr teilen!😍 Total erledigt bin ich nur noch ins Bett gefallen. Als heute dann der Wecker ging, hab ich mich immer noch nicht besser gefühlt und Joana ist alleine arbeiten gefahren. Es war definitiv die richtige Entscheidung hier zu bleiben: Ich trinke einen Tee nach dem anderen und bewege mich (nur wenn unbedingt nötig) gerade mal vom Bett zum Bad zum Wasserkocher zur Couch und wieder zum Bad🤧 

Joana hatte mir in der Mittagspause geschrieben, dass sie heute den ganzen Tag Salat pflanzen muss, was wohl auch anstrengend ist, aber harmlos im Vergleich zu gestern, da man zumindest sitzen kann und der Rücken nicht so leidet. Ich bin sehr gespannt, was sie nachher berichtet und wann sie überhaupt zurück ist. Wahrscheinlich kann ich auch morgen noch nicht wieder arbeiten, was wirklich doof ist - für alle Beteiligten. Mal abwarten, wie lang Joana und ich das hier alles durchhalten. Wenn „Pflanzen“ wirklich so viel besser ist als „Ernten“ dann hab ich Hoffnung, aber sonst sind wir hier sicherlich bald schon wieder weg - auch wenn die Unterkunft ziemlich gemütlich (und für  Backpacker-Verhältnisse auch ziemlich luxuriös) ist. 

Es wird definitiv nicht langweilig 😊

 

Dienstag, 26.02.2019

zurück in Christchurch

Von Dunedin sind wir weiter die Ostküste nach Norden gefahren. In Moeraki, bei den Moeraki Bulders, den bekannten Steinen am Strand hatten wir unseren längsten Stopp. Bei Flut sind die runden Steinkugeln zu weit im Wasser und der Strandabschnitt ist nicht zugänglich, daher haben wir ziemlich lange dort im Café gesessen☕️ Als wir dann endlich am Strand waren, waren wir fast ein bisschen enttäuscht. Auf Bildern sahen die Kugeln einfach immer spektakulärer aus.... 

 

Abends waren wir, mal wieder, auf Pinguinsuche🐧 Man sieht die kleinen Vögel nur ganz früh am Morgen, wenn sie ins Wasser watscheln, oder kurz vor der Dämmerung, wenn sie satt zurück kommen. Es war bereits der vierte Versuch, Abends an der richtigen Stelle zu sein, um Pinguine zu sehen. An diesem Abend hatten wir dann aber endlich Glück: Nachdem wir 45 Minuten gewartet hatten und an der Küste entlang um die schon schlafenden Seehunde geschlichen sind, haben wir tatsächlich einen einzigen Pinguin gesehen😎 Ich weiß nicht, wo er seine Freunde gelassen hat, aber so konnten wir wenigstens einen Pinguin in freier Natur (aus schätzungsweise 80m) beobachten: Er kam geradezu an den Strand geschwommen, hat sich aufgerichtet, ist 5 Meter über den Küstenstreifen gewatschelt (die einzige Minute, in der ich ihn halbwegs fotografieren konnte) bevor er dann in einer Höhle verschwunden ist. Als nach weiteren 20 Minuten keine weiteren Pinguine aufgetaucht sind, haben wir eingesehen, dass die Vorstellung vorbei ist und sind zurück zum Campingplatz gefahren. 

 

Tatort:

Danach ging es auch schon weiter nach Christchurch. Unglaublich, dass ich jetzt auch schon (fast) die ganze Südinsel gesehen habe... Joanas und mein Route ist damit eigentlich (leider) abgefahren. Jetzt haben wir noch knapp 3 Wochen zusammen, bevor ich nochmal auf die Nordinsel zu Karin & Derek fliege😍 

In der Zeit bis dahin wollen wir uns Christchurch + Umgebung (zb. Akaroa/ die Halbinsel) noch genauer anschauen und vielleicht 2 Wochen arbeiten gehen. Es ist ein komisches Gefühl zu wissen, dass meine Zeit in Neuseeland zum Ende kommt... 

Samstag, 23.02.2019

Dunedin 🏉

3 Tage haben wir jetzt in dieser schottischen Kleinstadt verbracht und so gut wie alles gesehen: Die Innenstadt, die zahlreichen Kirchen, den achteckigen Platz in der Mitte der Stadt, die steilste Straße der Welt und die Halbinsel „Otago Peninsula“. Auf der Halbinsel wollten wir uns eigentlich das einzige Schloss, das es in Neuseeland gibt, anschauen, aber der Eintritt war uns zu teuer (da wir eigentlich gar keinen Eintritt eingeplant haben) 🏰 Also waren wir wieder wandern 😊 Als wir auf unserem Weg am Strand entlang gelaufen sind, haben wir „braune Dinger“ am Strand gesehen. Erst dachten wir, das wäre Treibholz, aber beim näher kommen haben wir erkannt, dass es Fell hatte: Weit voneinander entfernt lagen 5 riesen Haufen Fell. Beim genaueren Hinsehen haben wir dan gesehen, dass die Haufen noch atmen. Wie wir später gelesen haben, waren das männliche Seelöwen, die am Strand geschlafen haben. Es war die richtige Entscheidung, nicht noch näher an die Tiere ran zu gehen, da sie ziemlich aggressiv werde können und dann auch zubeißen. 

Unser Highlight war dann ein Rugbyspiel gestern Abend. Zufällig haben wir von dem Spiel  Highlanders (NZ) vs. Reds (AU) gehört und spontan am Freitagvormittag noch Karten gekauft. Wir sind über pünktlich am Campingplatz los gelaufen, um genug Zeit im Stadion zu haben. Als wir dann aber durch die Sicherheitskontrolle wollten, wurde ich aufgehalten, weil ich meine Kamera nicht mit rein nehmen durfte. Erst dachte ich, der Typ macht einen Scherz, aber er meinte es wirklich ernst. Ich wollte unbedingt das Spiel sehen, aber die hätte Kamera niemals unbeaufsichtigt draußen liegen gelassen!!! Zurück zum Auto laufen hätten wir zeitlich niemals geschafft. Wir haben also ein paar Cafés abgeklappert, die alle sagten, sie haben bereits geschlossen, wenn das Spiel vorbei ist. Zum Glück haben wir dann eine Art Infocenter gefunden, wo ich meine Kamera (natürlich ohne die Speicherkarte mit allen Fotos) mit Namen und Hanynummer in die lost-and-found-Box abgegeben habe. Ein bisschen unentspannt war ich daher während des ganzen Spieles schon, aber es war meine einzige Möglichkeit. Das Spiel selbst war dann total spannend: Das Stadion ist erstmal deutlich kleiner als ein Fußballstadion gewesen, aber dafür überdacht. Während sich die Spieler aufgewärmt haben, lief eine schottische Kapelle einen Kreis um das Spielfeld. Die Musik hat nicht wirklich zu den muskulösen Spielern gepasst, aber das gehört im schottischen Dunedin wohl dazu. Die Studenten der Universität hier in Dunedin haben einen eigenen Sektor („the zoo“) und waren die, die hauptsächlich die Stimmung gemacht haben. Das Spiel ging zweimal 40 Minuten und beide Halbzeiten waren recht spannend - soweit ich das beurteilen kann. Ehrlicherweise kannten wir beide nämlich nich besonders viele Regeln und es ist nicht ganz so selbst erklärend, wie wir gehofft hatten😇 Aber die Highlander haben gewonnen, die Stimmung war super und wir haben es geschafft, endlich ein Rugbyspiel im Stadion zu sehen.

Leider waren es zwar nicht die „all blacks“, und es gab auch leider keinen Haka, aber trotzdem ein toller Abend😎

Mittwoch, 20.02.2019

Südküste

Die letzte Woche war so ereignisreich und wir so produktiv, dass ich gar nicht weiß, welche Geschichten ich alle erzählen soll.... 

Am Freitag sind wir erst bis Invercargill gefahren, um uns die Stadt an zugucken. Da es aber eigentlich nichts wirklich Sehenswertes gab, sind wir nachmittags schon wieder aus der Stadt raus und ein Stück an der südlichen Küste nach Westen auf einen Campingplatz gefahren. Kaum kamen wir dort an, ging der Regen los😣 

Auch am nächsten Morgen hat es wieder, oder wahrscheinlich immer noch, geregnet, während wir bis „Monkey Island“ gefahren sind. Im Reiseführer sah diese kleine Insel irgendwie ganz süß aus und wir dachten, es ist einen Abstecher wert.... Als wir dann vormittags dort im Regen ankamen, sah die kleine Insel eher wie ein großer Ameisenhaufen im Wasser aus. Es gab natürlich weder Ameisen noch Affen aber dieses kleine Häufchen Land war recht unspektakulär😅 Daher haben wir dann den ganzen Tag dort auf dem Campingplatz im Auto gelegen und die Zeit mit Hörbuch hören, lesen und schlafen verbracht - einen Tag so zu verbringen wird erst zum Problem, wenn man weiß, dass das Plumsklo 300m weiter weg im Regen steht und man auf dem Weg vollkommen nass wird, wenn man nicht sogar gleich weg geweht wird, da der Wind auch immer stärker wurde🌬 

 

 

Aber am Sonntag war das Wetter dann endlich wieder gut: Nachdem wir zurück nach Invercargill gefahren sind (zum Einkaufen), ging es runter nach Bluff, der südlichsten Stadt der Südinsel. Dort gibt es einen recht bekannten Wegweiser, aber ansonsten kommen fast keine Touristen bis dort, weil auch dieser Zipfel ziemlich verregnet ist und nur interessant für den Schiffsverkehr ist. Von Bluff haben wir dann unsere Reise an der Küste nach Osten gestartet. Wir sind immer, so nah wie möglich, am Wasser entlang und haben ständig angehalten:

Zuerst am „Waipapa lighthouse“ und dann am „Slope Point“, das ist der „southern most point of south island of New Zealand“. Wir sind den Weg bis ganz ans Ende gelaufen und standen auf dem letzten Fleck Land, während der eiskalte Wind direkt vom Südpol zu uns rüber geweht ist❄️ 

 

letztes Stück des Landes

Am nächsten Tag fing dann der Wasserfall-Marathon an😎 Wir haben jede Wanderung zu einem Wasserfall, auf unserer Strecke, gemacht. Die ersten beiden größeren Wasserfälle haben wir während des „Waipohatu waterfall tracks“ gesehen. Diese 6,5km lange Wanderung führte (unserer Meinung nach) durch einen der schönsten Wälder Neuseelands! Wir waren die einzigen Menschen in diesem riesigen dichten grünen Wald. Die Wege waren richtig zugewachsen, weil es so südlich wenig Touristen gibt. Die vielen Vögel haben wahnsinnig laut gezwitschert und die Sonne schien zwischen den hohen Bäumen hindurch, sodass alles in den unterschiedlichsten Grüntönen geschimmert hat✨ Es hätte mich nicht gewundert, wenn wir einem Zwerg oder einem Einhorn begegnet wären🦄 Der nächste Stopp bei den „Niagara falls of New Zealand“ war dafür ziemlich unnötig, weil es überhaupt keinen Wasserfall gab und wir waren froh, dass wir dafür wenigstens nicht sehr weit gelaufen waren...😅

Der dritte Stopp bei den „Koropuku falls“ war dann wieder erfolgreicher: Wieder ein toller Weg durch den Wald mit tollem Wasserfall. Der letzte Stopp für diesen Tag war unsere kleine Wanderung zu den „Mc Lean falls“, 2 weiteren Wasserfällen - auch lohnenswert, aber danach waren wir total platt😴

  

Am Dienstag ging um 7 Uhr der Wecker (ja, für uns ist das ziemlich früh), damit wir uns, noch bei Ebbe, die Cathedral Cove ansehen konnten. Dafür sind wir erst durch den Wald und dann am Strand entlang gelaufen. In der Höhle gab es so viele Sandflies, dass wir nur schnell Fotos gemacht haben und uns dann wieder aus dem Gefahrengebiet verzogen haben🦟 

Auf unserer Weiterfahrt folgten Stopps beim „lake Wilkie“, beim „Florence hill lookout“, bei „The lost gypsy caravan“ und in einem Café in Owaks, bevor wir anschließend zu den „Matai & Horseshoe  falls“ gelaufen sind ( - nicht ganz so spektakulär, wie die Wasserfälle am Vortag). Unser letzte Wasserfall war der „Purakaunui fall“ und damit hab ich jetzt genug Wasserfälle für die nächste Zeit gesehen 😇

Infinity-Pool für Schafe

 

Joana hat dann noch ihr erstes Paar durchgelaufene Schuhe an den „shoe-tree“ gehängt, bevor wir zum Campingplatz gefahren sind. Kevin, den legendären Campingplatzbesitzer, können wir so schnell nicht vergessen und allen, die in Catlins mal einen Campingplatz brauchen, kann ich seinen nur bestens empfehlen😊

Gegen 7 Uhr sind wir dann nochmal los gefahren, weil wir an einem Geheimspot an der Küste Pinguine beobachten wollten🐧 Der vermeintlich kurze Ausflug verlief dann aber ganz anders: Kaum waren wir direkt an der Küstenstraße (links das Meer, rechts Weiden), stand plötzlich eine Kuh auf der Spur des Gegenverkehrs🐮 Ich habe sofort gebremst und als die Kuh auf uns zu gehumpelt ist, bin ich ganz stehen geblieben. Entsetzt haben wir die Kuh angestarrt, die auf einmal mit gesenktem Kopf auf das Auto zu gerannt kam (so gut das mit dem Hinkebein halt ging). Vor meinem inneren Auge hab ich die Kuh schon auf der Motorhaube gesehen und hab mich instinktiv geduckt und die Hände über meinen Kopf gehalten. Im letzten Moment ist die total verstörte Kuh dann doch noch ganz knapp am Auto vorbei.... Ich weiß nicht, wer von allen Beteiligten am meisten Angst hatte, aber ich war danach definitiv etwas neben mir. Langsam sind wir weiter gefahren und haben die Autos, die uns entgegen kamen, mit Lichthupe gewarnt, da die Kuh immer noch mitten auf der Straße stand. 

Hinter der nächsten Kurve kam dann der noch größere Kuh-Schock: Eine riesen Kuhherde wurde vor uns über die Straße getrieben. Ein Bauer auf einem Geländewagen am Anfang und einer am Ende mit zwei Hunden, die die Kühe halbwegs zusammen halten sollten. Außer uns fuhren noch zwei andere Autos der Kolonne hinterher. Die Herde sollte wohl auf eine andere Weide gebracht werden. Joana und mir fiel gleich auf, dass irgendwie alle Tiere aufgewühlt und etwas aggressiv waren. Weitere Autos, die uns entgegen kamen und durch die Kuhherde durch fuhren, haben das nur verstärkt. Die beiden Autos vor uns waren irgendwann eher neben den Kühen, da diese immer mehr auswichen, aber ich wollte nicht näher fahren und blieb auf Höhe des hinteren Bauern. Bei dieser Gelegenheit teilte ich ihm mit, dass er wohl eine Kuh verloren hatte, die jetzt mit einem kaputten Bein mitten auf der befahrenen Straße steht... Er wusste das allerdings schon und hat mir indirekt erklärt, dass die Kuh keinen Wert mehr hat und er sie nicht mehr haben will. Mit anderen Worten: Diese verletzte Kuh würde solang alleine da auf der Straße rum laufen bis es wirklich einen Autounfall gäbe oder sie irgendwie irgendwann anders in dem Kuhhimmel kommt.... Nach und nach haben wir immer mehr Kühe, vor allem ziemlich viele Kälbchen, mit Blut im Gesicht entdeckt. Erst dachten wir, es hätte vielleicht noch einen Vorfall mit einem Auto gegeben oder die Kühe hätten untereinander gekämpft, aber wir entdeckten  immer mehr rote Köpfe.... Bei manchen verhältnismäßig wenig und schon angetrocknet aber bei anderen war es so viel Blut, als hätte jemand den Kälbchen die gesamte Gesichtshaut abgezogen. Mir wurde richtig schlecht und die ganze Situation kam mir total unrealistisch vor. Ich konnte nicht aufhören diese Kälbchen anzugucken, also hab ich wieder den Bauern angesprochen und gefragt warum um alles in der Welt seine Kühe so bluten. Er erzählte, dass sie ihnen die Hörner entfernt hatten. Ich hab nicht weiter nachgefragt und versucht nicht zu überlegen, wie sie das gemacht haben, wenn die Kühe danach aussehen, als wären sie aus einem Horrorfilm. Von der Kuhhaltung hier bin ich einfach nur entsetzt!

Als wir irgendwann bei dem Pinguinspot ankamen, waren natürlich keine Pinguine da und wir sind den ganzen Weg wieder zurück gefahren und waren heilfroh, keiner Kuh mehr begegnet zu sein....

 

Nachdem wir uns heute Morgen von Kevin verabschiedet haben, sind wir erst zum „nugget Point“, einem Leuchtturm an der Ostküste, gefahren, bevor wir uns auf den Weg nach Dunedin gemacht haben.

Donnerstag, 14.02.2019

Ein ganzes halbes Jahr in Neuseeland

Nach einer längeren Samstagnacht haben wir am Sonntagmorgen erstmal eine Nacht auf dem Campingplatz verlängert, um nicht um 10 Uhr auschecken zu müssen, sondern nochmal kurz schlafen zu können😇 Später sind wir durch den Botanischen Garten und am See entlang gelaufen - Queenstown ist echt eine Stadt, die viel zu bieten hat. Das Highlight war unsere frische Laugenbrezeln zum Mittag, die, gerade bei Joana, etwas Heimweh verursacht hat. Aber auch ich vermisse das Essen in Deutschland immer mehr! 🤤 Abends haben wir noch eine Gondalfahrt gemacht 🚠 Von Oben hatten wir eine wunderschöne Aussicht, nur leider nicht (wie gehofft) mit schönem Sonnenuntergang hinter den Bergen - mal wieder viele Wolken ☁️ 

 

Der 4. Anlauf zum Heli-Fliegen war am Montagmorgen dann endlich erfolgreich!! 🚁 Ich hatte das schon länger immer wieder vorgehabt und auch gebucht, aber ich wurde wegen zu starkem Wind immer wieder vertröstet und auf einen neuen Tag verschoben. Montag hat es dann endlich geklappt. Mir ist auch ausnahmsweise mal überhaupt nicht schlecht geworden und ich konnte die wunderschönen Landschaft genießen 😍 Die „Schneelandung“ fiel nicht ganz so aus, wie ich sie mir vorgestellt hatte - Im Hochsommer liegt halt doch nicht mehr soo viel Schnee.... Trotzdem total cool und lohnenswert!!

 

Danach mussten wir mal wieder in die Werkstatt fahren, weil die Zentralverriegelung von diesem wunderbaren Auto sich nichts sagen lassen wollte und immer mal wieder andere Türen sich nicht absperren ließen🤔 Die einzige Werkstatt, die direkt an diesem Tag für uns Zeit hatte, konnte uns nicht wirklich weiterhelfen: Obwohl sie die ganze Beifahrertür (das ist die, die am wenigsten funktionierte) auseinander genommen haben, konnten sie nichts auffälliges finden. Falls jemand an dieser Stelle eine Idee hat: Schreibt mir gerne😅 Trotzdem funktionieren komischerweise alle Türen seitdem wieder einwandfrei 🤷🏼‍♀️ Toi toi toi bleibt das auch weiter so, weil sonst haben wir irgendwann doch ein größeres Problem.... 🧐

Nach diesem abenteuerlichen Vormittag sind wir dann nach Lumsden gefahren. Lumsden ist eine kleine Häuseransammlung, die einen alten Bahnhof hat, der zu einem freien Campingplatz umgebaut wurde - wirklich cool und praktisch, da es auf der Südinsel viel weniger freie Campingplätze gibt, als auf der Nordinsel 💵 

Gestern sind wir dann ins Fiordland rein gefahren und sind dort einen Teil des „Kepler-Tracks“ gewandert💪🏽  Da das Wetter heute und die nächsten Tage ziemlich bescheiden ist, haben wir uns dagegen entschieden zum Milford Sound zu fahren (Ich hab das schon gesehen und Joana ist es das bei dem Wetter nicht wert). Daher sitzen wir jetzt in einem warmen und trockenen Café und warten auf unsere warme Kürbissuppe und besseres Wetter😊

 

Queenstown vom Boden aus

Queenstown vom Berg aus

Queenstown vom Helikopter aus

Samstag, 09.02.2019

Mount Cook & Wanaka

Am Mount Cook hatten wir ziemlich bescheidenes Wetter: Kalt, viel Regen & Wind 🌧 Daher haben wir erst am zweiten Tag dort eine Wanderung gemacht. Wir sind den Hooker Valley Track, eine bekannte Wanderung mit 3 Hängebrücken, gelaufen. Am Ende kamen wir am Hooker Valley Lake aus: Ein Gletschersee, auf dem noch kleine Eisblöcke schwamen. Leider konnte man vom Gletscher selbst nicht viel erkennen, da er von zu viel Geröll bedeckt wurde ❄️ Auch die, noch teilweise weißen, Berge drumherum konnten wir nicht wirklich sehen - überall Wolken 😕

Weil wir nicht noch eine eiskalte Nacht dort verbringen wollten, sind wir danach noch nach Twizel gefahren. Das ist auch nur ein kleines Kaff, aber immerhin mit mini Supermarkt, sodass wir wieder einkaufen gehen konnten 🍝

Am Donnerstag ging es dann nach Wanaka. Dort war der Himmel war wieder blau und die Sonne hat wieder gebrannt ☀️ Nachdem wir uns den wahrscheinlich berühmtesten Baum Neuseelands angeguckt haben, sind wir recht spontan zum Roys Peak Parkplatz gefahren. Weil das Wetter am Freitag wieder nicht ganz so gut aussah, wollten wir noch an dem Tag zum Roys Peak hochlaufen😎 Wir sind etwas spontan um 1PM, also in der vollen Mittagssonne, gestartet. Joana, die noch Antibiotika genommen hatte, war nach 20 Minuten so fertig, dass sie umgedreht ist und im Auto eingeschlafen ist. Ich wollte die Wanderung trotzdem durchziehen🧗🏽‍♀️ 3 Stunden hab ich mich diesen super steilen Berg hoch gequält - ohne Schatten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dies die körperlich anstrengendste Tour war, die ich jemals gemacht hab. Vollkommen fertig, aber auch stolz bin ich irgendwann tatsächlich oben angekommen. Die unglaubliche Aussicht hat alle Anstrengungen wert gemacht😍 Ich hatte das Gefühl, das ich fast bis nach Deutschland sehen konnte. Einfach traumhaft!!! Ich bin so froh, dass ich diese Wanderung wirklich durchgezogen habe.

Unser Campingplatz in dieser Nacht hätte auch in Kanada sein können und hat den Tag perfekt abgerundet: Unter gigantisch hohen Tannen, direkt an einem Fluss im Nirgendwo, konnten wir beide ziemlich gut und früh eingeschlafen😴

Gestern haben wir uns Wanaka-City dann noch ein bisschen ausführlicher angeguckt - ein sehr süßes Städtchen. Obwohl ich schon gestern ziemlichen Muskelkater hatte, sind wir noch zu einem Wasserfall gelaufen (eine verhältnismäßig kleine Wanderung am See entlang). 

Heute, wo ich kaum laufen lann, sind wir, bzw. Joana, nach Queenstown gefahren. Hier ist, unter anderem weil wir Wochenende haben, die Hölle los..... So viele Menschen sind wir schon gar nicht mehr gewohnt 😅 Vielleicht gehen wir heute entspannt unten am See etwas trinken, hier macht nämlich nicht alles schon um 5PM zu😊

 

Das ist der berühmte Wanaka tree

 

Und zum ersten Mal habe ich in Neuseeland einen vegetarischen Pie gegessen. Das ist das einzige halbwegs „typische“ neuseeländische Essen.... Schmeckt, oh Wunder, nach Bletterteig mit Gemüse....

 

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