Mittwoch, 14.11.2018

Hastings & Tongariro Crossing

Samstag und Sonntag haben wir in Hastings, der dritten und letzten Stadt an der Ostküste, verbracht 👍🏻 

Auch hier haben wir uns wieder das Stadtzentrum angeguckt & waren ein bisschen bummeln 🛍 Es ist echt komisch, die ganzen Weihnachtsartikel in den Läden zu sehen... Vieles ist wie in Deutschland, was nur bedingt Sinn macht (zB gibt es hier auch Schneekugeln, obwohl an Weihnachten niemals Schnee liegt🤨). Aber einiges gibt es auch in der ,Sommer-Edition‘ (zB Weihnachtsmänner in Badehose und Cocktails in der Hand oder Strandtücher mit Tannenbäumen und Rehntieren 😎 

Außerdem waren wir beim bekannten ‚farmers market‘ (hauptsächlich Lebensmittel), beim ‚honey-teasting‘ (wir konnten gefühlt 100 verschiedene Arten Honig probieren 🤤), im Rosengarten und in der berühmten (und einzigen richtigen) Eisdiele hier im Umkreis 😍 An beiden Tagen haben wir, zusätzlich zum Laufen in der Stadt, auch wieder mittelgroße Wanderungen außerhalb gemacht.... 

 

...Das zählte mit zu unserer Vorbereitung für das große Tongariro Alpine Crossing gestern: 

Am Montag sind wir durch endlos weite Berglangschaften zum Tongariro Nationalpark gefahren ⛰ Dort haben wir uns am Info-Center weiter mit unserem Plan vertraut gemacht und auch ein Shuttle gebucht, damit uns gestern nichts mehr aufhalten konnte: Um 6:40 Uhr kam unser Bus und um 7 Uhr sind wir los maschiert😎 

Das Tongariro Alpine Crossing ist eine 19,4 km lange Wanderung durch den Nationalpark: Vorbei an Vulkanen, Seen und (um diese Jahreszeit leider nur noch) Schneeresten.  Ich muss zugeben, dass ich vorher sehr viel Respekt vor dieser Wanderung hatte und mir nicht sicher war, ob ich genug Ausdauer dafür habe.... Aber ja hatte ich, die Wanderung war super 😊! Ich hatte es mir vorher echt anstrengender vorgestellt, also Joana und ich waren danach schon müde, aber es war nicht so, dass wir uns vor Erschöpfung nicht nicht mehr auf den Beiden halten konnten oder total fertig waren....  Bin positiv von uns überrascht 😇 

In den 6 Stunden und 45 Minuten, die wie unterwegs waren, haben wir natürlich alles an Wetter-Möglichkeiten mitgenommen: Blauer Himmel, Sonne pur, kleine Wolken, große Wolken, etwas Sonne, Nebel, leichten Regen und starken Regen... Zum Glück hat der Regen erst 1,5 Stunden vor unserem Ziel eingesetzt, sodass ich vorher noch über 250 Fotos machen konnte 😛 Es waren wirklich beeindruckende Landschaften, interessante Wege (teilweise musste man sich an Seilen festhalten, weil die Wege so steil und rutschig waren) und ein tolles Gefühl das gemacht zu haben (das Wetter hätte es diese Woche fast nicht erlaubt). Hätte mir vor 5 Jahren jemand gesagt, dass ich mal freiwillig so eine anspruchsvolle Tageswanderung mache (und mir das auch noch Spaß macht!), hätte ich ihn ausgelacht 😅 Zufrieden sind wir dann doch relativ früh gestern eingeschlafen 😴

Freitag, 09.11.2018

Gisborne & Napier

Der Sonnenaufgang am Dienstagmorgen war traumhaft! Zum einen, weil es magisch war, zu wissen, dass wir zu den Ersten gehörten, die die Sonne sehen und zum anderen, weil es eine wunderschöne Lage war und wir so den Sonnenaufgang von unserem Bett aus genießen konnten 🌅 

Gisborne selbst ist eine nette Stadt. Nichts spektakuläres und auch nicht besonders groß, aber ganz nett 😊 Trotzdem haben wir den Unterschied zum kleinen TeKaha deutlich gemerkt: Nicht mehr alle in Gummistiefeln oder Arbeitskleidung (jetzt trugen die Leute teilweise sogar wieder Anzüge) und es gab wieder richtige Geschäfte und Supermärkte, mit festen Öffnungszeiten 😎 Wir sind, nach einem entspannten Frühstück am Strand, durch die Stadt gebummelt und haben eine kleine Wanderung durch die nähere grüne Umgebung gemacht.

Am Mittwoch haben wir uns schon auf den Weg nach Napier gemacht, unterwegs haben wir eine Pause zum wandern eingelegt: Die Höhle, zu der wir wollten, sollte nur 30 Minuten vom Parkplatz entfernt liegen, aber wir haben es geschafft, die Höhle zu übersehen und dran vorbei zu laufen 😇 Dafür hatten wir eine super Aussicht über alle Hügel-Berge drum herum! In die eine Richtung konnte man hinter den Hügeln das Meer sehen, in eine andere Richtung Ziegen und Schafe auf den Bergen, in wieder eine andere Richtung einen See und Kühe 🐮 Das Verlaufen hat sich also gelohnt und wir haben eine schöne Auf- und Abwanderung durch die Wiesen gemacht... Irgendwann haben wir aber doch gemerkt, dass wir falsch sind und haben uns auf den Rückweg gemacht, wobei wir dann zufällig noch auf die Höhle gestoßen sind😎

Seit 2 Tagen sind wir jetzt hier im kleinen Napier. Mittlerweile haben wir soweit alles gesehen (haben sogar eine Führung durch das alte berühmte Gefängnis gemacht), sodass wir bereit sind, morgen nach Hastings aufzubrechen.... Das ist dann die dritte und letzte größere Stadt hier an der Ostküste ✅

 

Gisborne

  

Ja, auch hier kommt bald Weihnachten....

 

Die Wanderung:

  

Napier

Montag, 05.11.2018

Team-Te-Kaha

Nie wieder Knospen von Bäumen pflücken 🎉🎉🎉

Irgendwie sind diese 4 Wochen im wunderschönen Te Kaha doch ganz schön schnell jetzt ungegangen... Es ist unglaublich, was wir für eine intensive und verrückte Zeit hier hatten! Ich könnte 1000 kleine Geschichten erzählen, alles ganz genau beschreiben und trotzdem wäre es nicht annähernd das gleiche. Zwischendurch finde ich es echt schade, dass ich all diese Kleinigkeiten nicht besser mit euch teilen kann....

An Samstag Abend durften wir bei einer Probe von den TeKaha-Bewohnern zugucken. Im März findet ein großer Wettbewerb in Wellington statt, wo jeder Stamm/Gemeinde/Ort aus Neuseeland einen eigenen Haka-Tanz aufführen kann.

Der Haka selbst, wird eigentlich nur von Männern getanzt und dazu wird aus vollem Hals geschrien, aber es gibt auch traditionelle Tänze, die hauptsächlich Frauen tanzen, wozu dann mehr gesungen als geschrien wird. Bei dem Wettbewerb trängt jedes Team in seinem Auftritt mehrere verschiedene Tänze vor. Schon die Probe war einfach gigantisch: Ich hatte die ganze Zeit Gänsehaut und konnte meinen Mund nicht wieder zuklappen😳 Wir Bagpacker saßen sprachlos auf dem Boden, während ca. 60 Maoris vor uns standen und vollkommen konzentriert ihren Autritt durchgegangen sind. Ich bin mir ziemlich sicher, dass man das Geschrei in ganz Te Kaha gehört hat...Die Maoris sind wirklich sehr stolz auf ihre Kultur und jeder macht hier mit: Selbst die Jüngsten machen ehrfürchtig alles nach, was die Großen machen. Für uns ist gerade der Haka ziemlich befremdlich (guckt eucht mal ein Video im Internet an), aber hier ist es niemandem peinlich oder unangenehm. Die Gemeinschaft in so einem Maori-Stamm ist wirklich unglaublich vorbildlich. Schade, dass ich ‚Team-Te-Kaha‘ im Februar nicht anfeuern kann.

 

Danach sind wir noch mit einigen locals in den einzigen Pub, den es in Te Kaha gibt, gegangen und haben auf die letzten Wochen angestoßen🍻 

Am Sonntag, unserem letzten Tag, hatten wir zufällig frei und so konnten wir nochmal als Gruppe die Zeit genießen ☀️ Abends haben wir eine super Abschiedsparty geschmissen und den Tag perfekt beendet 😎 

Nach einem späten Frühstück und nochmal einer richtigen Dusche (mit vernünftigem Wasserdruck) sind wir dann aufgebrochen.... Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Tränen fließen werden, aber ja, der Abschied fiel allen echt schwer😢 Mal gucken, wann wir irgendwo die Ersten zufällig wieder treffen 🤗

 

Joana und ich sind jetzt in Gisborne. Wir haben einen super Campingplatz direkt am Meer gefunden, von dem aus wir Morgen den Sonnenaufgang sehen 🌅 Wir sind hier genau an dem Fleck, wo die Sonne als aller erstes aufgeht... Der Wecker ist also für 5:30 Uhr gestellt, damit wir wirklich zu den Ersten gehören, die am 6.11.2018 die Sonne sehen😎 Ich werde euch später Bilder hochladen! 

Der Plan für die nächsten Wochen besagt bis jetzt nur: Reisen & Genießen. Also lasst euch überraschen, wann wir wo sein werden🚙

 

Nach diesen ersten 12 Wochen kann ich voller Überzeugung sagen, dass ich bis jetzt hier alles richtig gemacht habe! Alle Etappen meiner bisherigen Reise waren fantastisch, ich habe so viele verschiedene Erfahrungen gemacht und ich habe so viele tolle Menschen und deren Geschichten kennen gelernt 😍 

Ja, ich bin wirklich glücklich und mega dankbar dieses Abenteuer erleben zu dürfen! 

Donnerstag, 01.11.2018

Erdbeben

Vorgestern hatten wir hier ein stärkeres Erdbeben: Wir saßen in der Mittagspause auf dem Boden unter den Kiwi-fruit-Bäumchen und haben gegessen, als plötzlich der Boden total vibriert hat. Ich hab zuerst gedacht, ich sitze auf etwas, zb einem Handy. Aber dann habe ich die ebenfalls verwirrten Gesichter der Anderen gesehen, die auch geguckt haben, ob sie auf etwas sitzen.... 🤨 Ich weiß nicht mehr, bei wem es als erstes klick gemacht hat, aber es hat einen Moment gedauert, bis das Wort Erdbeben fiel. Es war absolut verrückt, ich hätte nie gedacht, dass sich das so komisch anfühlt. Ich finde, es war mehr eine lange starke Vibration, als ein richtiges Wackeln (wie wenn auf einer Wackelplatte sitzt). Auf jeden Fall waren wir alle ganz aufgescheucht und konnten das gar nicht so ganz einsortieren (so hatte noch keiner von uns ein Erdbeben erlebt).

Später am Campingplatz haben wir gegoogelt und deswegen kann ich euch ein paar genauere Infos geben:

Das Erdbeben war 207km unter der Nähe von Taumarunui (im Westen der Nordinsel) aber hat sich über die gesamte Nordinsel gezogen. Es dauerte 30 Sekunden und hatte eine Stärke von 6,3 (was hier als 'moderate‘ eingestuft wird). In Wellington, wo sich zu dem Zeitpunkt Prinz Harry und Megan aufgehalten haben, soll es am schlimmsten gewesen sein, weswegen überall in den Nachrichten bei uns über dieses Erdbeben berichtet wurde. Als ich das gegoogelt hatte, bin ich auf eine Seite gekommen, wo alle Erdbeben in Neuseeland aufgelistet sind: Es gibt im Durchschnitt 2-5 Erdbeben jeden Tag, die sind zwar meistens 'weak', aber ich hätte trotzdem nicht gedacht, dass es soo viele gibt... Zum Glück ist niemandem etwas passiert und es gab keine Nachbeben (soweit ich weiß). Daher darf ich sagen, dass das echt coole 30 Sekunden waren und ich jetzt ,Erdbeben in Neuseeland erleben‘ abgehakt kann✅

Und wenn es schon gerade um Naturphänomene geht: Die Gewitter sind hier auch echt heftig. Alle Blitze sind irgendwie viel größer, die erstrecken sich über den gesamten Himmel und es wird für 2 Sekunden Taghell... Ich hab keine Ahnung, woran das liegt, aber es sieht wirklich beeindruckend aus⚡️ Vorallem wenn man noch so nah am Meer ist (natürlich nicht im Wasser) und dann alles magisch aufleuchtet.

Heute regnet es wieder und wir sind leider nicht arbeiten😊 Gestern hatten wir eine kleine Halloween Party und wir waren erst spät im Bett, von daher war es toll heute einfach ausschlafen zu können 😴 

Sonntag, 28.10.2018

3/4

Heute hatten wir wieder einen Tag frei und ich habe erwas Zeit wieder zu schreiben...

Das ist der erste Blogeintrag, wo es mir schwer fällt, nicht zu negativ zu berichten und ich nicht einfach das schreiben kann, was ich denke.  3 volle Wochen haben wir jetzt schon gearbeitet und ich könnte mittlerweile über viele Dinge jammern (zB. wie anstrengend die Tage sind oder wie das Verhältnis zwischen Bagpackern und locals sich anspannt oder darüber wie absolut verrückt die Familie, bei der wir auf dem Campingplatz wohnen, ist oder noch ganz andere Sachen....)

Es ist so schwer, die richtigen Worte zu finden, um etwas zu erzählen, was sich keiner vorstellen kann, der es nicht durch gemacht hat. Wenn ich das schreibe, was ich denke, kommt das viel zu negativ rüber weil man das zu schnell falsch versteht und wenn ich alles schön rede, ist es, als wäre alles die ganze Zeit nur einfach.... Ich versuche mich also heute kurz zufassen:

 

Die buds fangen jetzt an zu blühen, was theoretisch echt hübsch ist, aber leider unsere Arbeit um einiges erschwer: Die Bienen sitzen in den Blüten, die wir pflücken müssen und fliegen uns um den Kopf, wenn wir sie da raus kriegen wollen... Überall summt es und man muss immer genau gucken, wo man hin fasst.

Die nächste Woche soll es viel regnen, wir sind also gespannt, wie viel wir noch (mit den Bienen) arbeiten...

Sonntag ist hier wahrscheinlich großer Abreisetag, dann wollen so gut wie alle hier aufbrechen. Auf der einen Seite ist es erstaunlich, wie schnell die Zeit hier um ging und auf der anderen Seite sind wir alle froh, wenn es vorbei ist. Gleichzeitig sind wir aber auch echt traurig, weil das bedeutet, dass unsere Gruppe sich wieder trennt. Ich hätte vor drei Wochen wirklich nicht gedacht, dass all diese Leute mir so ans Herz wachsen würden, wir uns so schnell so gut kennen und dass wir so eine starke Gemeinschaft werden. Wir sind alle absolut verschieden und trotzdem verbindet uns hier so viel. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir einige wieder treffen werden, entweder hier in Neuseeland oder spätestens in Deutschland. Der einzige Grund, warum wir alle 4 Wochen dann durchgehalten haben und auch von einer tollen Zeit hier reden können, ist die fantastische Guppe! 

  (Besuch auf der Arbeit)

Mittwoch, 17.10.2018

Es gibt wieder geregelte Tagesabläufe

Ich habe heute ein echt tolles Video für euch gedreht, wie ich buds gepflückt habe und alles toll erklärt habe und jetzt kann ich das hier nicht hochladen 😩 Das wäre so spannend gewesen 😎

Also unsere Arbeitstage sind schon echt interessant, ungefähr so läuft das jeden Tag ab:

6:00 aufstehen 😴

7:15 los fahren um den richtigen orchard zu wieder zu finden

7:29 alle cremen sich mit der Gemeinschafts-Sonnencreme (50+) ein

7:30 anfangen

7:45 keiner hat mehr Lust 😶

8:00 Nacken und Rücken machen sich bemerkbar 

8:30 man wird kreativ, weil die Zeit einfach nicht vergeht, also spielt man zb „Ich sehe was, was du nicht siehst“

9:50 alle machen nur noch irgendwas, weil die Pause kurz bevorsteht ⏳

10:00 die erste 15-Minuten Pause, alle dehnen sich  🧘🏼‍♀️

10:20 nach Ende der Pause fällt mindestens einer Person ein, dass sie auf Toilette muss: Also muss ein Supervisor aufgesucht werden, der die Person zu nächsten Toilette fährt (nochmal 10 Minuten Pause🎉)

11:00 Zeit für eine gedownloadete Folge von „Bibi&Tina“ als Hörbuch auf dem Handy 😋

12:30 LUNCH, die schnellste halbe Stunde des Tages; alle laufen zurück zu ihren Autos und essen ihre selbstgemachten Lunchpakete

13:00 keiner will mehr arbeiten 😴

13:05 man könnte ja nochmal zur Toilette gehen....

13:10 orchard fertig, alle zurück zu den Autos und in der Kolonne gehts zum nächsten orchard 

13:30 neuer orchard - gleiche Aufgabe 😎

14:00 Zeit für andere Spiele, zb Reihen an Wörtern zu einer bestimmten Kategorie suchen, die auf den letzten Buchstaben des vorhergegangenen Wortes enden (Lebensmittel: Person A sagt Banane, Person B sagt Eis, Person C sagt Sushi....) - aktuelles Lieblingsspiel 🤗

15:00 nochmal 15 Minuten Pause, alle stöhnen beim Dehnen🧘🏼‍♀️

15:50 alle tun nur noch so, als würden sie arbeiten 

16:00 Feierabend!!! Alle schleichen zurück zu ihren Autos

16:15 alle zurück am Campingplatz: Streit um die 3 Duschen🏃🏻‍♂️🏃🏼‍♀️

18:00 Alle kochen ihr Abendessen und wir sitzen zusammen draußen beim Essen

19:00 Abendprogramm

 

Abendprogramm A)

Oskar und Hendrik spielen Gitarre, der Rest singt dazu internationale Lieder 

 

Abendprogramm B)

Lagerfeuer am Strand (ggf. mit Begleitung auf der Gitarre)🌄

 

Abendprogramm C)

Wir sitzen nur so zusammen und quatschen / spielen Karten

 

Abendprogramm D)

Joana und ich gehen ins Auto und gucken einen Film über ihren Laptop 

 

Abendprogramm E)

Ich fotografiere die Sterne 🤩 

 

Abendprogramm F)

Falls jemand Geburtstag hat wird gefeiert 🍾

 

Unsere Arbeitstage hier könnten also wirklich schlimmer sein... Und morgen ist der 6. Tag, also haben wir Übermorgen dann endlich wieder einen freien Tag 😍 

Den müssen wir nur leider auch zum einkaufen gehen nutzen und damit verlieren wie fast einen halben Tag, weil wir von hier über 1 Stunde zum nächsten „Ort“ mit Supermarkt fahren 🤔

 

Joana und ich verstehen uns immer noch super! Fühlt sich an, als würden wir uns schon ewig kennen 😊 Bin super froh, dass wir uns gefunden haben!

 

Freitag, 12.10.2018

Bud thinning

Wir sind letztes Wochenende wirklich wieder bis Tauranga gefahren, um dort einen Job zu finden. Allerdings war das dann alles doch komplizierter als gedacht, weswegen wir spontan nochmal ein Stück weiter bis Te Kaha gefahren sind. Hier war eine  super Job-Angebot, dass alle unsere Bedingungen erfüllte und so sind wir am Sonntag hier angekommen, haben uns bei der Maori-Family (unseren Chefs) vorgestellt und ein paar Formalitäten geklärt, sodass wir Montag anfangen konnten: 

Wir waren 14 neue Mitglieder (natürlich alles Bagbacker von überall), die erstmal einen Drogentest machen mussten. Auch das war eine neue und interessante Erfahrung 🤔 Nachdem wir alle ,bestanden‘ hatten, haben wir eine Videoeinweisung bekommen und wurden mit allen Regeln und Abläufen vertraut gemacht.

Danach sind wir alle mit unseren Autos rüber zu den ,Kiwi-fruit-Orchards‘ (Plantagen) gefahren: 

Seit Montag hat eine neue Session in der Kiwi-fruit-Welt begonnen: Das ,bud thinning‘. Unsere tolle Aufgabe ist es also Kiwi-fruit-Knospen zu plücken 😎 

Und das ist noch verrückter als es sich anhört:

Wir laufen in 3er-Gruppen die Reihen auf den Plantagen ab und pflücken Knospen. Jede Gruppe besteht aus 2 Backpackern und einem ,local, (also einem Maori-Arbeiter), der das Tempo vorgibt und uns zwischendurch noch was erklärt/zeigt. Ich bin mit Joana in einer Gruppe und unser ,local’ ist Annie. Annie ist absolut einmalig: Sie ist total verrückt, nicht ganz die Hellste und ja den Rest könnt ihr euch denken.... Es ist zwischendurch etwas anstrengend, aber bald werden wir von unseren,locals’ getrennt und dann ist es bestimmt entspannter 😇

 

Während wir durch die ewig langen Reihen laufen, läuft immer Musik, meistens haben mehrer gleichzeitig ihre Musikboxen an und man wird von verschiedenen Seiten versorgt 🎉 Aber das ist trotzdem besser, als wenn Annie ihre Musik anmacht... Dann würden Joana und ich uns am liebsten Knospen in die Ohren stecken 🙉

 

Natürlich wird nicht einfach irgendwie irgendwas gepflückt, es gibt 100 Regeln, was gepflückt werden darf und was nicht:

Ich habe für euch die wichtigsten Regeln der bud-thinning-Wissenschaft zusammengefasst und hier als Bild mit hochgeladen 😛

 

Dieses liebevolle Abdrehen der Kiwi-fruit-Knospen machen wir jetzt also 8 Stunden am Tag, 6 Tage die Woche, für ingesamt wahrscheinlich 4 Wochen 🎉 Vorausgesetzt es regnet nicht...

Und bis alle orchards (Plantagen) dann mal fertig sind, dauert es ca 2 Monate🤔 

 

Es ist zwar unglaublich anstrengend für den Nacken, die Schultern und die Arme (nach jedem Tag ist Yoga und dehnen angesagt!!), aber es ist trotzdem (bis jetzt) gar nicht sooo schlimm, da alle Backpacker-Worker mega gut drauf sind und wir recht viel Spaß bei der Abeit haben. Die Pausen, wenn wir alle zusammen unter den Kiwi-fruit-Bäumchen sitzen, vergehen immer viel zu schnell 😊

 

Heute ist ein Regen-Tag, wir können also alle leeeeideeer nicht arbeiten und das tut uns allen doch schon ziemlich gut😇 

Alle Bagbacker-Arbeiter sind hier auf dem gleichen Campingplatz bei Paul untergebracht. Der coolste Campingplatz überhaupt: Wir sind direkt an der Küste und haben unseren eigenen Strand, Kajaks und einen Whirlpool direkt unten am Meer 😍 Bis jetzt haben wir davon leider nicht so viel gehabt weil wir entweder arbeiten waren oder es regnet aber wir werden das noch nutzen 🤗

 

Abends kocht erst jeder sein eigenes einfaches Abendessen und dann sitzen wir zusammen draußen und essen. Später spielen wir Karten oder Singen internationale Lieder, die jeder kennt, während uns Oskar auf der Giratte begleitet....  Eine wirklich nette Runde, die nur leider nie lange durch hält, weil um 6 Uhr wieder der Wecker klingelt 😣

 

PS: Ich versuche mal die nächsten Tage noch ein Video von meiner spannenden Aufgabe zu machen😊 

Samstag, 06.10.2018

Skidive

Übrigens bin ich gestern Fallschirm gesprungen 😊 Keine Ahnung unter welchen Drogen ich stand, als ich das gebucht habe. Aber es war unglaublich toll😍 

Joana und ich haben zusammen beschlossen, das hier am lake Taupo beide zu machen.... Wir haben uns den schönsten Tag ausgesucht und gebucht 😳 Den Typ, der mit uns dann die Sicherheitseinweisung gemacht hat, hätte ich am liebsten selber aus dem Flugzeug geschubst: Ich war sowieso schon soo aufgeregt, dass ich wirklich nicht über seine schlechten Witze lachen konnte😈 Alle die schon mal gesprungen sind und das nicht so aufregend fanden, haben natürlich gelacht und fanden den Typ total sympathisch aber ich fand das einfach nur grenzwertig 😩 Als wir dann auch unsere Rettungswesten umgebunden bekommen haben (sind ja über dem See gesprungen), wurde mir echt schlecht und ich hab dem unlustigen Typen einfach nicht mehr zubehört.... 

Dann hab ich Roe kennen gelernt, mein Tandem-Mitspringer. Er hat es zum Glück ziemlich schnell geschafft, dass ich mich wieder besser fühlte und ihm konnte ich irgendwie leicht vertrauen, dass alles ohne Schwierigkeiten abläuft 😇 Mit Joana im gleichen Flugzeug sind wir dann abgehoben. Mein Kameramann Joe hat alles die ganze Zeit gefilmt, meine wechselnden Gesichtsausdrücke sind sehr amüsant 😊  

 

Roe und ich waren die ersten, die gesprungen sind, bzw. Roe hat sich fallen gelassen, als ich schon keinen Kontakt mehr zum Flugzeug hatte..... 

Ich konnte an nichts mehr denken oder mir um irgendwas Gedanken machen, es war einfach nur unglaublich cool: 

45 Sekunden freier Fall

aus 3,6 km Höhe 🦅

 

Wir sind einfach nur gefallen und gefallen und gefallen🕊 Die Zeit ging so schnell um, da hat sich schon der Fallschirm aufgespannt und wir wurden ziemlich abgebremst (der einzige wirklich unangenehme Moment). Ab da an konnte ich die wunderschön Landschaft erst richtig genießen und mich ein bisschen entspannten 😍 Eine unglaubliche geniale Erfahrung und ich bin soooo froh, dass ich das gemacht habe 😇 

 

Leider ist das Video- und Fotomaterial nicht soo toll geworden, wie erhofft, aber das heißt dann wohl, dass ich einfach nochmal springen muss 😎 

 

Mein Video ist leider zu lang, um das hier hoch zuladen, deswegen nur die Bilder

Freitag, 05.10.2018

Travel-Buddie

 

Die ersten Tage mit Joana waren super: Wir sind zuerst nach Omokoroa gefahren und haben, nach einer Tasse Tee und Kuchen, bei Karin und Derek mein Auto stehen gelassen. 

Ihr Auto ist jetzt, mit all unseren Sachen, ziemlich voll bepackt, aber es passt ganz genau, wenn alles an seiner richtigen Stelle ist🤓 Zusammen hier drin zu schlafen ist auch kein Problem: Wir haben eine erstaunlich große Matratze, die von unten sogar Wärme isoliert ist und zusätzlich zu unseren Schlafsäcken richtige dicke Bettdecken 😎 Das Auto hat sogar ein Schiebedach, dass heißt bei schönem Wetter können wir beim Einschlafen die Sterne sehen 😊

 

Wir sind dann nach Rotorua gefahren und haben uns dort die Geysire und die ganzen hot pools angeguckt (brodelndes/blubberndes Matschwasser). Überall steigt  Wasserdampf aus Löchern im Boden herauf. Die ganze Stadt stinkt davon irgendwie schwefelig/ nach faulen Eiern, weswegen wir, nach nur einer Nacht, schon weiter nach Taupo gefahren sind:

Hier am See sind wir jetzt seit Dienstag. Wir sind bis jetzt jeden Tag zwischen 8 und 14 km gelaufen, um uns zb die Huka Falls anzuschauen oder den Rainbow-Mountain hoch zu klettern. 💪🏽 Die Tage vergehen einfach total schnell und ich denke, die Bilder fassen einen Teil (!) unserer Erlebnisse ganz gut zusammen😊

 

Unser Plan (weiter in den Süden zu fahren) hat nur einen Haken: Wir haben mal nach unserem nächsten Job geguckt, weil wir bald dann doch Geld verdienen wollen (man kann hier überall so viel Geld für Sehenswertes ausgeben😩) und dabei festgestellt, dass es im Norden viel mehr Angebote für Jobs gibt.... Je weiter wir in den Süden fahren, desto schwieriger wird es. 🙄 Also werden wir jetzt am Wochenende wahrscheinlich wieder zurück fahren und in der Region von Bay of Plenty anfangen zu arbeiten. Ärgerlich aber auch nicht sooo schlimm😇 

 

Und, was ich euch auch noch erzählen wollte, ich habe ein neues Hobby:

Sterne fotografieren😍 Das habe ich noch am letzten Abend bei Kathy und Alex ausprobiert: Man sieht hier, bei gutem Wetter, viiiiiel mehr Sterne als bei uns ✨ Ich habe vorher viel gegoogelt, wie man die Kamera einstellen muss und dann fast eine Stunde draußen gehockt, um meine ersten Versuche zu starten. Ich brauch noch mehr Übung, damit ich noch mehr aus meiner super tollen Kamera raus bekomme aber für den Anfang bin ich schon stolz auf meine Werke. Die Milchstraße erkennt man relativ gut, finde ich😍

Samstag, 29.09.2018

Auckland City

Donnerstag und Freitag war ich dann wieder in Auckland, eine schreckliche Stadt. Ich weiß jetzt warum alle sagen, dass Auckland am schönsten aus dem Rückspiegel ist...  Trotzdem hab ich die beiden Tage ganz gut rum bekommen und mir zb den Mount Eden, den Hafen, die Ski Tower-Aussichtssplattform und das War Memorial Museum angeguckt (3. Version der Maori-Geschichten).

Da es in Auckland selbst keine Campingplätze gibt, hab ich in einem Hostel übernachtet: Mit 19 anderen Leuten in einem Zimmer und vor den Betten nur Vorhänge 🧐 Schlafen konnte ich weniger als die Nächte im Auto, da erst lange Party war und dann ab 5 Uhr morgens die ersten wieder aufgestanden sind 😴  Ich musste dann wirklich grinsen, als ich Auckland später aus dem Rückspiegel gesehen habe 👋🏻  

Heute war ich mit Joana einkaufen und wir haben das Auto komplett eingeräumt 🚗 Jetzt werden nochmal alle elektronischen Geräte geladen und dann sind wir morgen früh Abflug bereit 😊 Wir freuen uns beide schon, endlich los zu kommen 😎

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